Samstag, den 23. Sep 2017

Kooperationsforum: Textilien in Bau und Architektur

Stadien sind Ikonen des Membranbaus - jedes ist einzigartig in seiner Einpassung in Landschaft und Kultur, aber auch in seiner besonderen Funktionalität. Damit stellen sich immer wieder neue Anforderungen an die eingesetzten Textilien. Innovationen sind gefordert - bei Gewebeaufbau, Beschichtung und Konstruktion. Neben dem Stadionbau bieten sich für Membranen Einsatzpotenziale im Neubau und in der Sanierung von Gebäuden. Als zweite Gebäudehülle ermöglichen sie z. B. adaptive Bauten, die sich an klimatische Bedingungen anpassen. Und somit Energieeffizienz und Nachhaltigkeit optimieren.

Ebenso erobert textilbewehrter Beton zunehmend das Bausegment - er kann sowohl im gesamten Hoch- als auch Tiefbau eingesetzt werden. Er zeichnet sich durch Dünnwandigkeit (Bauteildicke von 10 bis 30 mm), keine Korrosionsanfälligkeit und große Gestaltungsfreiheit aus. Mit ihm lassen sich komplexe Geometrien und damit neuartige Architektur realisieren.

Membranen und Textilbeton sind nur zwei Beispiele für die Anwendung Technischer Textilien im Bauwesen. Zu erwähnen sind des Weiteren z. B. textile Dämmmaterialien oder Geotextilien für den Landschafts- und Tiefbau. In jedem der genannten Felder können Textilien ihre funktionellen Vorzüge ausspielen - zum Schutz, zur Verstärkung, zur Filtration und Trennung oder zur architektonischen Gestaltung. Insgesamt bietet das Bausegment ein großes Marktpotenzial für Technische Textilen: 2011 machten Baumaßnahmen 10 Prozent des deutschen Bruttoninlandsproduktes aus, in Summe 256 Milliarden Euro. Allein durch die verstärkte Nutzung textiler Materialien in diesem Bereich werden für Technische Textilien weltweit jährliche Zuwachsraten von 5 bis 8 Prozent prognostiziert.

Kooperationsforum, 16. Oktober 2012
Aktuelle Entwicklungen und zukünftige Trends in den Feldern Membranbau, textile Verstärkungsstrukturen und Funktionsintegration präsentiert das 2. Kooperationsforum „Textilien in Bau und Architektur" am 16. Oktober 2012 in Würzburg. Mit dabei sind u. a. das innovative Architekturbüro Zaha Hadid, das renommierte Membranbauunternehmen Hightex, der Carbonfaserhersteller SGL, der Membranproduzent Sefar und die Textilmaschinenfirma LIBA sowie aus der Wissenschaft das ILEK der Universität Stuttgart, die Fraunhofer-Allianz BAU und das ZAE Bayern.

In der Fachausstellung präsentieren circa 20 Firmen und Institute neueste Lösungen und Konzepte mit Bezug zu den Vortragsthemen.

Das Forum bietet Textilherstellern, Architekten, Ingenieuren und Bauunternehmern aus dem gesamten Bundesgebiet sowie angrenzenden Ländern eine ideale Plattform, um praxisnahe Informationen zu gewinnen und neue Kontakte für zukünftige Vorhaben aufzubauen.

Rahmenprogramm, 15. Oktober 2012
Am Vortag, dem 15. Oktober 2012, haben die Teilnehmer die Möglichkeit, das ZAE Bayern (Themen sind u. a. Funktionalisierung von Textiloberflächen, Forschungsmembranbau, Wärmedämmstoffe) und das Fraunhofer-Institut für Silicatforschung in Würzburg (Themen sind u. a. Keramikfasertechnikum und Smart Materials für Textilien) zu besichtigen.

Konzeption und Organisation
Die Bayern Innovativ GmbH konzipiert und organisiert dieses Forum im Rahmen des Netzwerks Textile Innovation. Partner sind der Verband der Bayerischen Textil- und Bekleidungsindustrie, die Fraunhofer-Allianz BAU, das Fraunhofer-Institut für Silicatforschung und das ZAE Bayern sowie die Bayerische Ingenieurkammer-Bau, die Bayerische Architektenkammer, das Bayerische Baugewerbe und der Bayerische Bauindustrieverband. Unterstützung erfährt das Forum durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie.

Das Forum zählt als akkreditierte Weiterbildung der Bayerischen Ingenieurkammer-Bau.

Weitere Informationen: bayern-innovativ.de/bautextilien2012

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