Samstag, den 25. Nov 2017

Internationales Fassadensymposium

Am 30. November treffen sich Fassadenplanerinnen und Ingenieure aus aller Welt zur Fachtagung »Facade« im Kultur- und Kongresszentrum Luzern. Auf dem internationalen Fassaden-Symposium ist Energieeffizienz das große Thema.

Moderne Fassaden gehören zu den komplexesten Bauteilen von Gebäuden und sind maßgeblich für die Energieeffizienz von Gebäuden verantwortlich. Beispielsweise kann eine zu hohe Luftdurchlässigkeit der Fassade das gesamte Energiekonzept eines Gebäudes zunichtemachen.

Energieeffizienz ist denn auch der Schwerpunkt am internationalen Symposium »Facade 2012« vom 30. November im Kultur- und Kongresszentrum Luzern. Philipp Müller von der Wicona Hydro Building Systems AG gibt einen Einblick in den »Design-Prozess von Nullenergiehäusern in nordischen Ländern«, Stephen Wittkopf von der Hochschule Luzern spricht zu »Gebäudehülle und Solarenergie« und die niederländische Fassadenforscherin Linda Hildebrandt greift das Thema »Graue Energie im Fassadendesign« auf.

In einem zweiten Teil berichten Referentinnen und Referenten über konkrete Projekte, so beispielsweise Stacy Eisenberg vom Atelier Jean Nouvel in Paris oder Lisa Ramming der Inhabitgroup, London. Die Fachtagung wird organisiert vom Kompetenzzentrum Fassaden- und Metallbau der Hochschule Luzern, der Hochschule Ostwestfalen-Lippe in Detmold (D) und der Schweizerischen Zentrale für Fenster und Fassade (SZFF). Konferenzsprache ist Englisch, es wird simultan auf Deutsch übersetzt. Weitere Informationen: www.hslu.ch/fassade2012

Fassadenprüfstand der Hochschule Luzern: Tests unter anderem für das Triemli-Spital
Wesentliche Eigenschaften von Fassaden wie Luftdurchlässigkeit und Schlagregendichtigkeit können trotz steigender Rechnerleistung nur im konkreten Versuch nachgewiesen werden. Das Kompetenzzentrum Fassaden und Metallbau der Hochschule Luzern – Technik & Architektur in Horw am Vierwaldstättersee verfügt über ein eigenes akkreditiertes und notifiziertes Prüfinstitut nach SN EN 14351-1 und SN EN 13830. An diesem Fassadenprüfstand lassen sich diverse nach der Schweizer Bauproduktegesetzgebung vorgeschriebene Tests durchführen.

Der Prüfstand zählt zu den modernsten und flexibelsten in Europa. Getestet werden können Fassaden mit einer maximalen Breite von 8 Metern und einer Höhe bis 12 Meter. Der Prüfstand besteht aus einer Prüfkammer, die hermetisch abgedichtet werden kann und Prüfdrücke bis zu 10 Kilopascal erlaubt, sowie aus einer mit Wasserdüsen bestückten Beregnungseinheit. In Horw wurden bereits mehrere Fassaden bekannter Schweizer Bauprojekte erfolgreich geprüft, beispielsweise die Fassade des Stadtspitals Triemli in Zürich sowie die Glas-Shutter-Fassade des TAMEDIA Neubaus in Zürich. Auch internationale Unternehmen lassen das Glas für Dächer oder Fassaden in Horw testen: Einen Einblick in diese Arbeit gibt der Artikel im aktuellen Magazin der Hochschule Luzern: www.hslu.ch/magazin

 

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