Donnerstag, den 23. Nov 2017

Automatisierte Industrietoren senken Energiekosten

Die Strompreise in Deutschland sind in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Wie der Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft prognostiziert, liegen die Kosten pro Kilowattstunde im kommenden Jahr mehr als doppelt so hoch als noch 2005 – mit spürbaren Konsequenzen für viele Wirtschaftsbetriebe. Vor diesem Hintergrund ist es wichtiger denn je, darauf zu achten, dass temperierte Luft da bleibt, wo sie gebraucht wird: in den Produktionshallen und Büros. Diese Ausgangslage ist nicht nur eine besondere Herausforderung für Facility Manager und Unternehmer, sondern vor allem für Planer. Moderne Torantriebe mit abgestimmter Sensorik und Steuerung können laut dem Bundesverband Antriebs- und Steuerungstechnik.Tore (BAS.T) eine Lösung sein.

Planer und Bauingenieure die auf gut gedämmte Torelemente in Kombination mit Automatisierungslösungen setzen, reduzieren für ihre Bauherren die Ausgaben für Energie in Produktions- und Werkshallen auf Dauer erheblich. Dass Torsysteme ganz entscheidend für den Luftwechsel – und damit auch für den Heizbedarf – von Industriegebäuden verantwortlich sind, hat eine Studie der TU München nachgewiesen. Demnach steigt in typischen Montagehallen mit geringeren internen Lasten der jährliche Heizverbrauch bei einer Verdoppelung der Öffnungsdauer von sechs auf zwölf Minuten pro Stunde auf fast das Dreifache – verursacht durch massive Lüftungswärmeverluste.

Hier sind leistungsfähige, schnell arbeitende Antriebe und kurze Öffnungs- und Schließzeiten gefragt, die sich genau an die Bedürfnisse und Prozesse des Unternehmens anpassen. Mit Hilfe moderner Sensortechnik arbeiten automatisierte Industrietore heute bereits so, dass man sie im Arbeitsalltag kaum noch bewusst wahrnimmt. Manuelle Betätigungssysteme werden mehr und mehr von intelligenten Radar- bzw. Infrarot-Bewegungsmeldern abgelöst. Sie unterscheiden zwischen Fahrzeugen und Personen und blenden Querverkehr aus, wodurch unerwünschte Öffnungsimpulse vermieden werden. Die neueste Technologie ermittelt präzise, wie hoch das Objekt ist, das sich dem Tor nähert und fährt das Tor nur so weit nach oben, wie nötig.

Eine Alternative sind Kontaktschleifen im Boden, die das Tor öffnen, sobald sie beispielsweise von einem Gabelstapler berührt werden. Unmittelbar nach dem Durchfahren schließt das Tor wieder, ohne, dass manuell ein Befehl nötig wäre. Damit sind Produktions- und Lagerhallen auch zusätzlich abgesichert vor unbefugtem Zutritt von außen. Zudem sorgen Lösungen dieser Art für Optimierungen der Prozesse und Erleichterungen im Arbeitsalltag der Mitarbeiter – zeitintensives Anhalten zur Betätigung des Schalters entfällt.

Wer als Planer oder Bauingenieur Gebäudeabschlüsse mit modernen Automatisierungslösungen plant, sollte auf Antriebe von Qualitätsanbietern setzen. Nur sie garantieren Sicherheit für die Mitarbeiter der Betriebe und gewährleisten zugleich eine lange Lebensdauer der Anlagen. Die im BAS.T organisierten Hersteller stehen für diesen Qualitätsstandard. Antriebe mit Frequenzumrichter ermöglichen ein besonders sanftes Anlaufen und Bremsen der Tore. Dadurch wirken nur geringe Kräfte auf die Schließkante ein, was das Material auf Dauer schont. Zusätzlich sorgen gummierte Kontaktleisten und Lichtschranken für erhöhten Schutz. Stoßen sie auf Widerstand, wird die Öffnungs- und Schließbewegung sofort gestoppt.

Moderne Antriebe mit intelligenter Steuerung und Sensorik optimieren nicht nur die Prozessabläufe, sondern verringern Wärme- und Kälteverluste. Gerade bei klimatisierten Räumen kann diese Technologie zu einer spürbaren Optimierung der Energiebilanz von Unternehmen beitragen. Dies gilt insbesondere in Kombination mit gedämmten Toren. Planer und Bauingenieure schenken diesen Fakten am besten schon bei der Planung von neuen oder zu sanierenden Firmengebäuden Beachtung.

Weitere Informationen gibt es unter www.bast-online.de/info

 

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