Samstag, den 25. Nov 2017

Fassadenbahn für Außenwandkonstruktion

Neben Materialart und Farbe spielt auch die mit der Form einhergehende Strukturierung von Fassaden eine gestalterische Rolle. Ein wesentliches Element dieser Fassade bietet DuPont mit »DuPont Tyvek UV Facade«, einer Fassadenbahn zum Schutz der gesamten Außenwandkonstruktion mit offenen Fugen.

Die Bahn aus einem Materialverbund aus Polyethylen hoher Dichte und Polypropylen bietet dem Planer eine ausgeprägte Gestaltungsfreiheit bei größtmöglicher bauphysikalischer Sicherheit. Denn die Fassadenbahn aus der »DuPont Tyvek« Familie basiert auf der seit Jahrzehnten bekannten Flash-Spun-Bond-Technologie, die mit einer Funktionsschicht Wasser- und Winddichtheit bei gleichzeitiger Wasserdampfdiffusionsoffenheit ermöglicht.

Für den Einsatz in Fassaden mit offenen Fugen werden anwendungsbedingt besonders hohe Anforderungen an die UV-Beständigkeit solcher Bahnen gestellt. Denn durch die offenen Fugen trifft über die gesamte Lebensdauer einer Fassade UV-Licht auf die Bahn. Nach DIN EN 13859-2 wird diese erforderliche höhere UV-Beständigkeit für diese Anwendung durch 5.000 Stunden per-manenter UV-Bestrahlung im Labor geprüft. Durch eine zusätzliche Vergütung ist es den Entwicklern von DuPont gelungen, dass »DuPont Tyvek UV Facade« selbst nach dem strengeren Alterungstest für Fassadenbahnen mit offenen Fugen mehr als 90 Prozent ihrer Restfestigkeit und 80 Prozent ihrer Dehnbarkeit behält. Nach den 5.000 Stunden permanenter UV-Bestrahlung im Labor wies die Bahn noch die volle Wasserdichtigkeit auf. In der Praxis bedeutet das: »DuPont Tyvek UV Facade« schützt die Dämmung und die darunter liegende Konstruktion offener oder hinterlüfteter Fassaden bei einer Fugenbreite von 2 Zentimeter langanhaltend. Selbst bei Fugenbreiten von bis zu 3 Zentimeter gibt DuPont noch eine 10-jährige Gewährleistung der Funktion gemäß den DuPont Gewährleistungsbedingungen. Gleichzeitig ist die Fassadenbahn bis zu vier Monate lang frei bewitterbar, ohne dass die Langlebigkeit und Funktionalität dadurch eingeschränkt wird.

Die nach EN 1928 in W1 klassifizierte Bahn ist zugleich mit einem sd-Wert von 0,035 m (nach EN ISO 12572) hochdiffusionsoffen. So kann eingeschlossene Restfeuchte ungehindert nach außen abwandern und die Dämmung wird zugleich vor eindringender Feuchtigkeit geschützt. Mit einer entsprechenden Überlappung und Verklebung der verlegten Bahnen untereinander wird diese Schutzfunktion dank der winddichten Eigenschaften des Materials unterstützt. Zur besseren Verklebung der Fassadenbahnen auf der Baustelle ist »DuPont Tyvek UV Facade« ab Mai 2013 auch mit integriertem Tape lieferbar.

Der Schutz von modernen, offenen Fassaden der »DuPont Tyvek UV Facade« basiert neben der UV-Stabilität vor allem auf dem Herstellungsprozess. Hierbei werden zunächst zahlreiche mikrofeine, endlose Fasern gesponnen. Grundstoff dafür ist Polyethylen in hoher Dichte (daher PE-HD), das in einer Lösung verflüssigt unter hohem Druck und Hitze durch die Spinndüsen gepresst wird. Unmittelbar beim Austritt des gelösten PE-HD verdampft das Spinnmedium blitzartig und es entstehen so die endlosen Fasern, sogenannte Plexifilamente. Über eine Ablenkwelle legen sich die Faserbündel von 128 Spinndüsen in mehreren gleichmäßigen Lagen über eine Breite von 3 Meter auf ein laufendes Band. Anschließend erfolgt die thermische Behandlung, bei der die gesponnenen Fasern verfestigt und die obere und untere Lage miteinander verschweißt zu einem hochwertigen und robusten, nicht gewebten Vlies weiterverarbeitet werden. Diese Flash-Spun-Bond-Technologie kommt nur bei der Produktion von DuPontTyvek, sonst aber bei keinem anderen, vergleichbaren Bahnenmaterial zum Einsatz. Sie bildet die Grundlage für die besondere Kombination von Wasser- und Winddichtheit bei gleichzeitiger Dampfdiffusionsoffenheit in einer Funktionsschicht.

DuPontTM Tyvek, www.tyvek.de

 

 

 

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