Dienstag, den 26. Sep 2017

Neubau der Uni Regensburg

Für das neue Ausweichgebäude der Naturwissenschaften der Universität Regensburg wurden auf knapp 9.000 Quadratmeter Bodenfläche mehr als 300 Kubikmeter Blähglasgranulat als zementgebundene Ausgleichschüttung verbaut. Da ein Maximalgewicht von 600 kg/m³ nicht überschritten werden durfte, kam ein umweltfreundliches Material aus aufbereitetem Recycling-Glas zum Einsatz.

Das rein mineralische Blähglasgranulat besteht aus Altglas aus dem Recyclingkreislauf, das industriell aufbereitet wird. Dazu wird das Bruchglas fein gemahlen, mit einem Binde- und Blähmittel vermengt, granuliert und anschließend erhitzt. Während des Blähprozesses bilden sich feine Luftporen im Korninneren, wodurch ein sehr leichtes und dennoch druckstabiles Rundkorn entsteht. Das Granulat ist nicht brennbar und wird der höchsten Baustoffklasse A1 nach DIN EN 13501-1, in Bezug auf das Brandverhalten, zugeordnet. Des Weiteren ist es langzeitstabil, einfach zu verarbeiten und bietet keinen Nährboden für Nager und Schimmel. Da die zementgebundene Schüttung durch das Blähglasgranulat zudem besonders leicht ist, konnte der Gewichtseintrag entsprechend reduziert und so die Forderung nach einem Maximalgewicht von 600 kg/m³ erfüllt werden.

Durch seine Porenstruktur weist das Blähglasgranulat auch eine gute Wärmedämmung auf, was zur Energieeinsparung beitragen kann. Beim Regensburger Projekt wurden über mehrere Teilflächen hinweg etwa 9.000 m² Bodenfläche mit 300 Quadratmeter zementgebundener Schüttung ausgeglichen. Dazu wurde das Material über eine Distanz von bis zu 80 Metern mittels Estrichpumpe und Druckluft an Ort und Stelle gefördert und anschließend in einer Stärke von 3 bis 5 Zentimeter eingebracht. Den Folgeaufbau bildet eine PE-Folie als Trennlage sowie ein 6,5 Zentimeter dicker Estrich.

Dennert Poraver GmbH, www.poraver.de

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