Dienstag, den 26. Sep 2017

Besserer Schallschutz durch hohe Rohdichte

Schallschutz ist im Wesentlichen eine Frage des verwendeten Wandbaustoffs. Je schwerer eine Wand, desto besser kann sie vor Lärm schützen. Das Wandgewicht wird dabei anhand der Rohdichteklasse (RDK) des Baustoffs ermittelt. Selbst die Dicke einer Wand ist dabei nicht so entscheidend wie die Rohdichteklasse des verwendeten Baumaterials. Je höher die RDK ist, desto besser ist der Schallschutz. Unika Kalksandstein ist mit Rohdichteklassen von 1,8 bis 2,2 leichteren Mauerwerkstoffen in Sachen Schallschutz weit voraus.

In der DIN 4109 sind die Anforderungen an den Schallschutz geregelt. Aber nur weil eine Wand die normativen Anforderungen erfüllt, schützt sie in der Praxis nicht unbedingt nachhaltig vor Lärm. Vielmehr erfüllt diese Wand das »Mindestmaß«. Alles, was lauter ist als »normal« hört man weiterhin. Schallschutz lässt sich also nicht allgemeingültig für alle Objekte pauschal definieren, sondern muss im Einzelfall und den örtlichen Gegebenheiten entsprechend angepasst und zwischen Bauherr und Architekt/Fachplaner vereinbart werden. Auch ist Schallschutz nicht so einfach nachrüstbar. Deshalb gilt es in der Planungs- und Entscheidungsphase nicht nur auf ausreichenden, sondern auf guten Schallschutz zu achten.

Mit einer 7 Zentimeter dicken Wand aus der Unika Kalksandstein-Bauplatte samt beidseitigem Dünnlagenputz ist z.B. die Empfehlung des Beiblatts 2 der DIN 4109 in Sachen Schallschutz für Wohnungswände zwischen »lauten« (Kinderzimmer) und »leisen« (Schlafzimmer) Räumen (40 dB) schon erfüllt. Soll der Lärmschutz besser sein und folgt man den Empfehlungen des Beiblatts, dann muss die Wand bereits 47 dB erreichen. Hier genügt schon eine 15 Zentimeter dicke Unika Kalksand-steinwand in der Rohdichteklasse 1,8 samt beidseitigem Dünnlagenputz.

Insbesondere bei Mehrfamilien- oder Reihenhäusern kommt den Wohnungs- und Haustrennwänden eine besondere Rolle zu. Neben den brandschutztechnischen Aspekten sorgen diese Wände vor allem für den notwendigen Schallschutz. Hier werden durch die DIN 4109 Mindestanforderungen gestellt. Bei Wohnungstrennwänden beträgt diese 53 dB und ist schon mit einer 20 cm dicken Unika Kalksandsteinwand, RDK 2,0, beidseitig 10 Millimeter geputzt, zu erfüllen. Bei Einfamilien-Doppel- und – Reihenhäusern sind die Anforderungen höher: 57 dB. Dies erreicht man aber sicher mit zweischaligen Haustrennwänden. Ist der Komplex unterkellert, reichen schon zwei Wände aus 11,5 Zentimeter dicken Unika Kalksandstein Planelementen, RDK 1,8, mit beidseitigem Dünnlagenputz, die 64 dB im Erdgeschoss erreichen. Darüber hinaus bietet Unika Plansteine und Planelemente mit der hohen Rohdichteklasse 2,2. Diese ermöglichen dem Planer und Nutzer noch besseren Schallschutz.

Für Haustrennwände gilt grundsätzlich: die Fuge zwischen den Häusern muss vom Fundament bis zum Giebel getrennt und der Hohlraum vollflächig mit Mineralwolle Typ WTH verfüllt werden.

Auch für Wohnungs- oder Haustrennwände finden sich im Beiblatt zur DIN 4109 Empfehlungen für einen erhöhten Schallschutz. Diese liegen bei Wohnungstrennwänden bei 55 dB und bei Haustrennwänden bei 67 dB. Mit einem zweischaligem Mauerwerk aus von Unika angebotenen Kalksandsteinen in jeweils 15 cm Dicke je Schale in RDK 1,8 und mit einem beidseitigen Putz von 10 Millimeter kann dies bei Haustrennwänden schon erreicht werden. Erhöhter Schallschutz sollte immer zwischen Bauherr und Architekt separat vereinbart werden.

Schall überträgt sich nicht nur über die trennende, sondern auch über die flankierenden Bauteile. Aus diesem Grund sind alle flankierenden Wände so schwer als möglich auszuführen, z.B. Innenwände mit Unika Kalksandstein in 11,5 Zentimeter Dicke in der Rohdichteklasse 2,0. Bei zweischaligen Außenwänden sollte das Wand-flächengewicht der inneren Schale mindestens 300 kg/m2 betragen. Auch dies ist mit 15 Zentimeter dicken Unika Kalksandsteinwänden in der Rohdichteklasse 2,0 zu realisieren. Für größtmögliche Sicherheit beim Schall-schutz läuft das trennende Bauteil zur Außenseite der flankierenden Wand durch.

Zusätzliche Hilfe bei der Erstellung einer sicheren Schallschutzprognose bietet der KS-Schallschutzrechner des Bundesverbandes Kalksandsteinindustrie e.V. Grundlage diese Servicetools ist das neue europäische Rechenmodell, das zur Zeit in die deutsche Schallschutznorm DIN 4109 eingearbeitet wird und für den zukünftigen Schallschutznachweis der DIN 4109 vorgesehen ist. Auf der Unika Website wird der Schallschutz Rechner in der aktuellsten Version zum Download angeboten.

Unika GmbH, www.unika-kalksandstein.de

 

 

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