Freitag, den 24. Nov 2017

Magnetdoppeldichtung ermöglicht schwellenfreie Durchgänge

 

Behinderteneinrichtungen, Seniorenheime, Wohnungsbau: Barrierefreies Bauen wird in der alternden Gesellschaft gerade für Menschen mit körperlichen Einschränkungen immer bedeutender. Sowohl in privaten als auch öffentlichen Gebäuden sollen sich die Bewohner und Nutzer ohne Einschränkungen bewegen können. Mit Rollstuhl oder Gehhilfe stellen jedoch oft schon die Türschwellen an den Eingängen schwer überwindbare Hindernisse dar. Dennoch werden in der Regel »barrierefreie Türschwellen« eingesetzt, die bis zu zwei Zentimeter hoch sind. Solche unteren Türanschläge und -schwellen jedoch werden mit der neuen DIN-Richtlinie 18040 unzulässig. Mit einem System von ebenerdigen Magnettürdichtungen will die Alumat Frey GmbH aus dem bayerischen Kaufbeuren diese Hürde künftig überwinden.

Die Magnettürdichtungen, wie die Alumat Frey GmbH sie nennt, sind ein wichtiger Bestandteil einer generationengerechten Immobilie der Deutschen Gesellschaft für Gerontotechnik (GGT). Anhand dieses 100 Quadratmeter großen Gebäudes stellt die GGT gemeinsam mit Experten eine komplette Lebensfeldsituation aus der Generation 50plus dar. Wie den Menschen auch im Alter ein hindernisfreier Zugang gewährleistet werden kann, demonstriert die Firma Alumat anhand einer barrierefreien Hebeschiebetür. Dazu werden zwei frei liegende Permanentmagnete im Alu-Bodenprofil und entsprechende Gegenstücke an der Unterseite der Tür installiert. Ist die Tür geschlossen, werden die Bodenmagnete nach oben gezogen und schließen somit den Spalt auch ohne Schwelle komplett ab. Wird sie geöffnet, stoßen sich die Magnete wieder ab und fallen in ihre Ausgangsposition zurück.

 

Um zu verhindern, dass Feuchtigkeit nach innen gelangt, werden die Laufschienen mittels einer thermisch getrennten Magnetdoppeldichtung und einem integrierten Wasserablauf nach außen entwässert. Die verstellbare Silikon-Schleifdichtung im Wetterschenkel sorgt dafür, dass Schmutzablagerungen nicht die Magnetfunktion beeinträchtigen. Grober Schmutz wird beim Schließen der Tür nach außen abgestreift. Eine Dichtung aus EPDM-Material unter der Innenseite der Tür hält Zugluft ab. Mit Hilfe dieser Technik sind die Systeme europaweit die einzigen, die sowohl die Normen für höchste Beanspruchung von Schlagregen bis 100 Meter Geschosshöhe als auch diejenigen im Bereich der Luftdurchlässigkeit erfüllen. Dabei sind die Magnetdichtungen für alle Türarten,etwa Holz, Kunststoff und Aluminium geeignet. Auch im Altbau kann das System nachträglich eingebaut werden.

Alumat Frey GmbH, www.alumat.de

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