Baurecht: Bei Urheberschutz Restlaufzeit bedenken

Investoren interessieren sich besonders f√ľr attraktive Geb√§ude, denn diese lassen sich erfahrungsgem√§√ü gewinnbringend vermieten. Allerdings m√ľssen gerade √§ltere Geb√§ude h√§ufig auch grundlegend saniert und umgebaut werden. Das kann schwierig werden, wenn das Objekt unter ein Urheberrecht f√§llt. Daran erinnert die Arbeitsgemeinschaft f√ľr Bau- und Immobilienrecht (ARGE Baurecht) im Deutschen Anwaltverein (DAV). Unterliegt ein Geb√§ude n√§mlich dem Urheberrecht, k√∂nnen Ver√§nderungen nicht ohne Zustimmung des Architekten oder seiner Erben vorgenommen werden. Die Schutzfrist betr√§gt 70 Jahre.

Nach den Grunds√§tzen von Treu und Glauben kann eine Ver√§nderung eines urheberrechtlich gesch√ľtzten Geb√§udes aber nicht generell versagt werden. Der K√§ufer kann Ver√§nderungen auch einklagen.

Das Gericht muss dann die Interessen gegeneinander abw√§gen, wobei es erfahrungsgem√§√ü die ¬Ľverbleibende Schutzdauer¬ę ins Kalk√ľl zieht. Je weiter sie vorangeschritten ist, umso schw√§cher wiegt das Interesse des Urhebers.