Baurecht: Berufshaftpflicht deckt nicht alles ab

Viele Ingenieure betreiben nebenbei und oft unwissentlich eine ┬╗kleine Baufirma┬ź. Sie ├╝bernehmen ├╝ber ihre berufstypischen Planungs- und Bau├╝berwachungsleistungen hinaus zus├Ątzliche Arbeiten. Gemeinsam mit ihnen bekannten Firmen erledigen sie kleinere Sanierungen bis hin zur Realisierung kompletter Bauvorhaben.

Dabei, so die Arbeitsgemeinschaft f├╝r Bau- und Immobilienrecht (ARGE Baurecht) im Deutschen Anwaltverein (DAV) schlie├čen viele bewusst oder unbewusst einen Bauvertrag mit dem Auftraggeber und treten als Generalunternehmer oder Bautr├Ąger auf. Problematisch wird das sp├Ątestens dann, wenn Baum├Ąngel auftauchen und die Berufshaftpflicht daf├╝r eintreten soll. Die Haftpflichtversicherung ist ein komplexes Feld mit vielen Regularien und Allgemeinen Gesch├Ąftsbedingungen.

In den sogenannten ┬╗Besonderen Bedingungen und Beschreibungen f├╝r die Berufshaftpflichtversicherung von Bauingenieuren und beratenden Ingenieuren┬ź kurz: ┬╗BBR/Arch┬ź, die zudem in verschiedenen Ausgaben existieren, werden die berufstypischen T├Ątigkeiten des Ingenieurs beschrieben.

Nur diese T├Ątigkeiten, die in der Regel nur aus Planung und ├ťberwachung bestehen, werden von der Versicherung auch abgedeckt. Nicht versichert sind hingegen alle Arbeiten, die ├╝ber dieses Berufsbild hinausgehen. Dazu geh├Âren vor allem die Erstellung von Bauwerken, die Durchf├╝hrung von Bauma├čnahmen oder die Lieferung von Baustoffen. Ingenieure sollten also genau darauf achten, was sie tun, zu welchen Leistungen sie sich verpflichten und welche Vertr├Ąge sie eingehen, damit sie immer auch versichert sind.

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