Samstag, den 23. Sep 2017

Marktstudie zu Innovationen im Facility Management

Drees & Sommer hat in einer umfangreichen Marktstudie die Innovationskraft der Facility-Management-Branche untersucht. Über 400 Eigentümervertreter großer Unternehmen und Dienstleister haben an der Umfrage teilgenommen. Ermittelt wurde unter anderem wie innovativ die Branche eingeschätzt wird, wer die Treiber der Innovationen sind und welche Teilbereiche über besonders viel Potenzial verfügen.

59 Prozent der Befragten gaben an, dass sie die Facility-Management-Branche für innovativ halten. Auffallend ist die Diskrepanz zwischen Auftraggebern und Auftragnehmern. So beurteilen 52 Prozent – knapp die Hälfte – der Eigentümervertreter die Branche als innovativ, bei Dienstleistern steigt die Zahl auf 70 Prozent. 
Als Innovationstreiber werden vor allem Geschäftsführung (26 Prozent) und Ideenmanagement – das heißt alle Mitarbeiter – (25 Prozent) gesehen. Wenig Innovationskraft geht laut den Befragten von Marketing (8 Prozent) und externen Dienstleistern (7 Prozent) aus. 64 Prozent der Eigentümervertreter legen bei der Vergabe von FM-Dienstleistung großen Wert auf einen innovativen Ansatz des Dienstleisters, 26 Prozent sind bereit, das Budget für innovative Lösungsansätze zu erhöhen.

Bei der Frage nach den Mehrwerten von innovativem Facility Management erhoffen sich 97 Prozent der Unternehmensvertreter Prozessoptimierungen und optimierten Ressourceneinsatz (94 Prozent). 88 Prozent erwarten Kosteneinsparungen und 83 Prozent gehen von einer Effizienzsteigerung im Kerngeschäft aus. Kundenbindung betrachten 73 Prozent als potenziellen Mehrwert.

Innovationen vor allem in IT und Kommunikationstechnologie
Zentrale Frage der Marktstudie war, in welchen Sektoren FM-Innovationen wahrgenommen werden. Technische Innovationen werden von 86 Prozent der befragten Unternehmervertreter in IT und Kommunikationstechnologie gesehen. Lediglich 36 Prozent dagegen halten den Bereich CO2-Footprint für innovativ. Im service- und leistungsorientierten Gebiet herrscht Handlungsbedarf. 53 Prozent gaben an, dass Qualitätssicherung und Performancemessung innovativ sind, 59 Prozent sehen die Qualifizierungsprofile für Objektmanager als fortschrittlich an.

Anbieter für Total Facility Management sind in Deutschland Mangelware
Bedarf herrscht auch hinsichtlich der Geschäfts- und Vergabemodelle der Dienstleister. 43 Prozent der Eigentümervertreter sehen keine Innovationen bei branchenspezifischem Facility Management. 48 Prozent vermissen Total-Facility-Management-Angebote und bei reinen Managementangeboten sehen 62 Prozent keinerlei Innovationskraft.

Die Befragten hatten zudem die Möglichkeit, in Freitextfeldern anzugeben, was sie insgesamt von innovativem Facility Management erwarten. Deutlich wurde hier, dass vor allem Nachhaltigkeit zunehmend an Bedeutung gewinnt. Energieeffizienz, nachhaltiges Betreiben und ganzheitliche Konzepte sind ebenso gefragt wie Modelle zur langfristigen Zusammenarbeit von Auftraggeber und Dienstleister oder länder- und unternehmensübergreifende Managementkonzepte. Dazu gehört auch die Option, Risiko- und Budgetverantwortung an den Dienstleister abzugeben und Total-Facility-Management-Verträge abzuschließen.

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